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EnvNode Mini

EnvNode Mini ist das kompakte ESP32-Mainboard der EnvNode-Plattform. Es bietet zwei Modulslots, zwei I²C-Busse und direkte Eingänge für analoge oder digitale Signale. Diese Seite beschreibt Hardware-Revision 0.8.

Bestückungs- und Bring-up-Anleitung herunterladen (PDF, Rev. 0.8)

Überblick

Merkmal Revision 0.8
Verarbeitung ESP32
Erweiterungen Zwei Modulslots A und B
I²C I2C0 und I2C1, jeweils zwei vierpolige JST-SH-Anschlüsse
Direkte Eingänge ADC1 an GPIO34 und ADC2 an GPIO35
Board Identity 24LC32-EEPROM auf I2C0, Adresse 0x50
Optionale Module Identity Slot A: 0x52; Slot B: 0x53
Versorgung Aufgelötetes ORing-Power-Modul

Stromversorgung

Die Eingangs- und Versorgungsschaltung sitzt auf dem aufgelöteten ORing-Power-Modul. Das Mini-Mainboard selbst besitzt keinen eigenen USB- oder separaten 5-V-Eingangsstecker.

ORing Power nimmt 5 V über USB-C oder den zweipoligen JST-PH-Eingang entgegen. Der Regler erzeugt 3,3 V; Schottky-Dioden führen diese Quelle und die 3,3-V-Versorgung des ESP32-DevKit zur Systemversorgung zusammen. Der USB-C-Anschluss von ORing Power dient ausschließlich der Stromversorgung, nicht der Datenübertragung oder Programmierung.

5-V-Eingänge teilen sich eine Leitung

USB-C und JST-PH am ORing-Power-Modul sind nicht voneinander entkoppelt. Schließe keine unabhängigen Netzteile gleichzeitig an diese beiden Eingänge an, sofern sie nicht ausdrücklich für direkten Parallelbetrieb geeignet sind.

Board Identity und Abblockung

Das Identity-EEPROM wird aus +3V3_SYS versorgt. C1 (100 nF) liegt zwischen +5V und GND und blockt die 5-V-Versorgung ab. Das EEPROM besitzt keinen separaten lokalen Abblockkondensator. Diese Ausführung ist bei EnvNode Mini und EnvNode Weather identisch.

I²C-Anschlüsse

Jeder Bus besitzt zwei vierpolige JST-SH-Anschlüsse mit dieser Pinbelegung:

Pin Signal
1 GND
2 +3V3_SYS
3 SDA
4 SCL

Pro Bus gibt es ein Paar 4,7-kΩ-Pull-ups. Sie sind normalerweise über offene Lötjumper getrennt. Prüfe vor dem Zuschalten, ob angeschlossene Sensorboards bereits Pull-ups enthalten. Steckerbelegung und Busadresse müssen ebenfalls stimmen.

Hinweise zur Sensoranbindung

Modulslots

Beide Slots folgen der gemeinsamen EnvNode-Modulschnittstelle. I2C0 liegt an Slot-Pin 5 (SDA) und Pin 6 (SCL).

Ressource Slot A Slot B
Pin 9 / AUX_GPIO1 GPIO33 / ADC1_CH5 GPIO32 / ADC1_CH4
Pin 10 / AUX_GPIO2 GPIO13 GPIO14
Pin 14 / SPI_CS GPIO5 GPIO27
EEPROM-Adresse 0x52 0x53

AUX_GPIO1 ist als digitaler Eingang, Ausgang/PWM oder analoger Eingang auch bei aktivem WLAN nutzbar. AUX_GPIO2 unterstützt digitale Ein- und Ausgänge/PWM; seine ADC2-Funktion steht während des WLAN-Betriebs nicht zur Verfügung.

Die Firmware kann unterstützte Module identifizieren und ihre Kompatibilität prüfen. Die Identifikation aktiviert keinen modulspezifischen Treiber automatisch. Konfiguriere die tatsächlich angeschlossenen Sensoren und Aktoren ausdrücklich.

Direkte ADC-Eingänge

Zwei vierpolige JST-PH-Anschlüsse stehen für direkte Eingangssignale bereit:

Anschluss Signal an Pin 3 ESP32-ADC-Kanal
ADC1 GPIO34 ADC1_CH6
ADC2 GPIO35 ADC1_CH7

Beide Anschlüsse verwenden dieselbe Pinfolge:

Pin Signal
1 GND
2 +5V
3 Eingangssignal
4 +3V3_SYS

Eingänge sind nicht 5-V-tolerant

GPIO34 und GPIO35 sind ausschließlich Eingänge und besitzen keine internen Pull-up- oder Pull-down-Widerstände. Das Signal an Pin 3 muss innerhalb des ESP32-3,3-V-Eingangsbereichs bleiben. Die 5-V-Leitung dient nur der Sensorversorgung. Diese Pins dürfen nicht als Ausgänge konfiguriert werden.

Bestückung und erste Inbetriebnahme

Die PDF-Anleitung für Revision 0.8 ist die maßgebliche Anleitung für Bestückung und elektrische Prüfungen.

  1. Gleiche die Revision deiner Platine mit der Anleitung ab.
  2. Bestücke und prüfe Mainboard und ORing Power nach den dort angegebenen Schritten.
  3. Prüfe Kurzschlüsse, Polarität und Versorgung zunächst ohne zusätzliche Module und Sensoren.
  4. Verwende passende Firmware und prüfe die angezeigte Board Identity beziehungsweise das Boardprofil.
  5. Schließe bei abgeschalteter Versorgung einen unterstützten I²C-Sensor an.
  6. Konfiguriere Bus, Adresse und Sensorimplementierung; prüfe die lokale Diagnose und Messwerte.
  7. Richte MQTT ein und kontrolliere die empfangenen Messwerte im Zielsystem.

Zur Firmware-Übersicht

Prüfstand

Die vorhandenen Entwicklungsunterlagen berichten für den 29. September 2026 über eine fehlerfreie ERC-Prüfung und keine aktiven DRC-Verstöße oder unverbundenen Pads nach Zonenfüllung. Schaltplan und PCB waren konsistent; 18 dokumentierte Ausnahmen betrafen Courtyard- und Siebdruckinteraktionen.

Diese Konstruktionsprüfungen ersetzen keine elektrischen, thermischen, EMV-, ESD- oder Fertigungsprüfungen. Die Quellunterlagen nennen für Revision 0.8 noch ausstehende physische Inbetriebnahme und Produktionsvalidierung. Die Anleitung beschreibt den Aufbau und die Prüfungen; sie ist keine pauschale Produktionsfreigabe.